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  • AutorenbildMichaela Hocek

Nachhaltig unterwegs in Ostirol

Wer inmitten schneereicher Gipfel seinen Winterurlaub in Gemütlichkeit verbringen möchte, ist in Osttirol genau richtig. Denn immerhin hat diese Region 266 Dreitausender und einen mächtigen Nationalpark zu bieten. Die Ursprünglichkeit, die hier erhalten geblieben ist, entspannt auf wohltuende Weise. Dennoch gibt es eine Vielzahl an intensiven Naturerlebnissen für Familien, Abenteurer und Erholungssuchende. Mitte Januar 2024 wären eine Teilnahme an den Winterwandertagen im Bergsteigerdorf Kartitsch oder das Eiskletterfestival im Eispark Osttirol in Matrei ein guter Grund zur Anreise. Kurz darauf wird in der Bezirkshauptstadt Lienz das 10. Austria Skitourenfestival veranstaltet. Sieben Skigebiete mit gut organisiertem Betrieb ohne Hektik auf hochalpinen Sonnenterrassen sind mit dem Mehrtages-Pass „SkiHit Osttirol“ zu erkunden. Kinder bis sechs Jahre fahren in Begleitung der Eltern übrigens kostenlos.

Dank an den Tourismusverband Osttirol für die Einladung zur Gruppen-Pressereise.


Regionale Spezialitäten


Schlipfkrapfen, Rohnenknödel und Zirbenlikör sind nur drei der kulinarischen Köstlichkeiten, die sich Urlauber bei einem Osttirol-Urlaub nicht entgehen lassen sollten. Am besten in einer der vielen Hütten des Nationalparks Hohe Tauern mit imposantem Panoramablick. Es lohnt sich auch, nach Bauern- und Hofläden, Ab-Hof-Verkäufen und Märkten Ausschau zu halten, wo Grau- und Bergkäse, Glocknerweiß (ein regionaler Weißschimmelkäse von der Ziege), Hochberg-Eier, Aufstriche, Fleisch-, Wurst- und Wildspezialitäten für zuhause erstanden werden können.



 

Nationalparkhaus Hohe Tauern


Die Ranger im Nationalparkhaus Matrei lassen kaum eine Frage unbeantwortet. Sie sind generell geschult und haben zusätzlich ihre eigenen Fachgebiete – neben einer gehörigen Portion Leidenschaft für die Natur und den Umweltschutz. Dies kann man in Führungen direkt im Haus und im Nationalpark erleben. Dort kennt man auch alle Fakten rund um die Gletscher – so sind z. B. seit 2001 mehr als 70 % der Gletscher weggeschmolzen und man kümmert sich um die Skitourenlenkung, um Schneehühner und andere Bewohner der zu drei Viertel unbewirtschafteten Nationalparkfläche zu schützen.


 

Umbalfälle Virgental


Wasserfälle hat Osttirol einige zu bieten. Spannend ist der Natur-Kraft-Weg Umballfälle, wo sich Gletscherflüsse spektakulär ihren Weg in die Isel bahnen. Hier bekommt man auch noch die immer seltener gewordene Bionierpflanze rote Tamariske zu Gesicht. Sie ist ein Bio-Indikator für freifließende Flüsse. Die 57 km lange Isel konnte sich die Schönheit der Unverbautheit bewahren. Die glatten Aushöhlungen, die immer wieder zu sehen sind, kommen während der Eisschmelze durch das Gesteinsmehl (fein zermahlenes Pulver, das mittransportiert wird) zustande.



 

Wallfahrtskirche Maria Schnee


Osttirol ist nicht nur ein Wanderparadies, sondern auch oft besucht von Pilgern und Wallfahrern. Die spätgotische Kirche Maria Schnee in Obermauern beispielsweise beherbergt eindrucksvolle und original erhaltene Fresken, die von Simon von Taisten, dem Hofmaler der Görzer Grafen, am Ende des 15. Jahrhunderts gemalt wurden.


 

Wintersport in Osttirol


Weiße Gipfel, verschneite Wälder, weite Ebenen, Freiraum und Ruhe: Wer Abgeschiedenheit und nicht überbevölkerte Pisten, Loipen und Winterwanderwege sucht, ist hier richtig. Zum Schifahren geht es zum Lienzer Zettersfeld, den Hochstein, nach Kals-Matrei oder ins Defereggental. Langläufer erwarten 400 Loipenkilometer zwischen 673 und 2.052 Metern Seehöhe. Im Bild zu sehen St. Jakob im Defereggental. Wer mit Schneeschuhen unterwegs sein möchte, sollte einen Abstecher in die 800-Seelen-Gemeinde Kartitsch, das erste zertifizierte Winterwanderdorf Österreichs, erwägen. Oder man folgt dem Winterwanderweg Bodenalm in Prägraten oder dem Lesacher Riegel in Kals am Großglockner.




 

Big Five


Steinbock, Bartgeier, Murmeltier, Steinadler und Gämsen sind die Big Five des Nationalparks Hohe Tauern. Sie finden hier den idealen Lebensraum vor. Auch weil die Ranger bei jedem Außeneinsatz aufmerksam Veränderungen, neue Brutstätten etc. beobachten oder z. B. Bartgeier-Zähltage organisieren.



 

Freilichtmuseum „Alpines Leben“


Am Eingang zum Arntal in Innervillgraten steht ein Gebäude-Ensemble, das vom Heimatpflegeverein aufgebaut und restauriert wurde. Hier erfährt man alles rund um die Architektur, bäuerliche Arbeitskultur und Handwerk. Geschichte und Traditionen werden durch dieses Museum lebendig und die Kraft des Wassers als Energiequelle erlebbar. Achtung: Öffnungszeiten beachten oder individuelle Führung anfragen.






 

Spannende Skitouren


Die hochalpinen Berglandschaften ermöglichen Skitourengehern unvergessliche Stunden auf unberührten Hängen. Die meditative Wintersportart – im Bild eine Gruppe im Villgratental – wird mit dem Programm „Bergwelt Tirol miteinander erleben“ begleitet. Hauptinitiator ist der Nationalpark Hohe Tauern, der mit Informationen, Service und Lenkungsmaßnahmen zur Seite steht.


 

Nicht verpassen: Wildtierbeobachtung


Zur Alpensafari mit den Nationalpark-Rangern wird früh gestartet. Es sollte daher unbedingt auf warme Kleidung geachtet werden. Sie sind mit Ferngläsern und schier unendlich vielen Details zur alpinen Wildnis ausgestattet. Unsere Reisegruppe startete beim Lucknerhaus mit ungetrübtem Blick auf den Großglockner. Die Murmeltiere waren leider schon im Winterschlaf, aber die Riten zu diesem Instinkt zu erfahren, war dennoch sehr interessant. Ebenso wie die Jagdmethoden von Steinadler und Bartgeier u.v.m.



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