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Die Zirbe im Trend: Besseres Raumklima

  • Autorenbild: Lisa Gutzelnig
    Lisa Gutzelnig
  • vor 38 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Zwischen Greenwashing und gut gemeinten Tipps fehlt oft Klarheit.

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Bis zu 90 Prozent unserer Zeit verbringen wir in geschlossenen Innenräumen. Die meiste davon in unseren eigenen vier Wänden. Digitale Remote-Arbeitsangebote und Homeoffice-Tage sind beliebt. Umso entscheidender ist es, unsere alltägliche Umgebung so gesund wie möglich zu gestalten.


Wie wir wohnen, wirkt auf uns – manchmal subtil, manchmal ganz direkt. Materialien, Farben und das Raumklima beeinflussen unser Wohlbefinden täglich. Massivholz spielt dabei eine ganz besondere Rolle: Es ist authentisch, individuell und ein Erlebnis für alle Sinne. Kaum ein anderer Werkstoff ist so faszinierend wie Naturholz – denn es ist nicht nur schön, sondern hat auch eine positive Wirkung. Es reguliert das Raumklima, wirkt antibakteriell und schafft ein spürbar gesünderes Zuhause. Echtholz, insbesondere Zirbenholz, ist eine echte Wohltat für unser Wohlbefinden.


Die Zirbe, ein Baum aus ganz besonderem Holz


Zirbenholz ist nicht nur ein sehr langlebiger Werkstoff, sondern trägt aktiv zu einer gesunden Wohnumgebung bei. Die Zirbe findet seit jeher auch in der Volksheilkunde Verwendung. Als Heilmittel kann sie auf eine lange Geschichte zurückblicken – sowohl bei inneren als auch bei äußeren Anwendungen. So wurden die Nadeln unter anderem für Rheumabäder genutzt oder in Form eines Sirups gemeinsam mit Honig und Zucker gegen Hautirritationen eingesetzt.


Zirbelkiefer, Arve oder Pinus cembra – die Zirbe, 2011 sogar zum „Baum des Jahres“ gekürt, ist unter vielen Namen bekannt. Botanisch zählt sie zur Familie der Kiefergewächse und wächst in hochalpinen Regionen. Dort gedeiht sie unter anspruchsvollen Bedingungen und bevorzugt saure, humose Steinböden an Kuppen und windgeschützten Felsen ab etwa 2.000 Metern Höhe. Bild: Shutterstock.com
Zirbelkiefer, Arve oder Pinus cembra – die Zirbe, 2011 sogar zum „Baum des Jahres“ gekürt, ist unter vielen Namen bekannt. Botanisch zählt sie zur Familie der Kiefergewächse und wächst in hochalpinen Regionen. Dort gedeiht sie unter anspruchsvollen Bedingungen und bevorzugt saure, humose Steinböden an Kuppen und windgeschützten Felsen ab etwa 2.000 Metern Höhe. Bild: Shutterstock.com

Das Holz der Zirbe lässt sich auf vielfältige Weise verarbeiten. Im Alpenraum wird die „Königin der Alpen“ bereits seit dem 17. Jahrhundert vor allem für den Innenausbau von Gaststuben verwendet. Dies lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass das Holz aufgrund der enthaltenen Pinosylvine eine antibiotische Wirkung aufweist. Pilze und Bakterien haben somit kaum eine Chance, das Holz zu schädigen. Auch wenn damals die genauen Wirkstoffe noch unbekannt waren, griff man aufgrund der guten Erfahrungen immer wieder auf Zirbenholz zurück – wohl auch, weil der besondere Zirbenduft über Jahre erhalten bleibt, von Menschen als angenehm wahrgenommen wird, Insekten jedoch fernhält. So blieb man von Holzwürmern verschont.


Heute erfährt Zirbenholz als Baustoff ein großes Revival – etwa für Betten, Saunen oder ganze Zimmereinrichtungen. Bei vielen Menschen wecken der Geruch und die Wärme moderner Zirbenholzbetten Gefühle von Geborgenheit, Zuhause-Sein und Vertrautheit.


Welchen Einfluss hat die Zirbe auf den menschlichen Organismus?


Seinen charakteristischen harzig-würzigen Duft hat das Zirbenholz seinen besonderen Inhaltsstoffen wie verschiedenen Flavonoiden und ätherischen Ölen zu verdanken, welchen eine besonders entspannende und schlaffördernde Wirkung zugeschrieben wird. Hauptsächlich findet Zirbenholz seine Anwendung bei der Behandlung von Angststörungen, Schlaflosigkeit, depressiven Stimmungslagen und allgemeiner Unruhe.


Auch auf unser Herz-Kreislauf-System wirkt sich die Zirbe positiv aus – eine Nacht in einem Zirbenbett reduziert die Anzahl der Herzschläge um ca. 3.500 pro Tag, was einer Herzleistung einer ganzen Stunde entspricht.


Nicht zuletzt wirken die wertvollen Inhaltsstoffe der Zirbe auch Wetterfühligkeit entgegen, harmonisieren insgesamt den Körperkreislauf und tragen durch einen tiefen, erholsamen Schlaf zu allgemeiner Entspannung und Wohlbefinden bei.

Bereits seit dem 18. Jahrhundert werden die positiven Eigenschaften des Zirbenholzes für die menschliche Gesundheit und Psyche genutzt. Eine wissenschaftliche Studie von Joanneum Research aus dem Jahr 2003 konnte diese Wirkungen belegen. Nachdem die Zirbe lange Zeit in Vergessenheit geraten war, erlebt sie heute ein bemerkenswertes Comeback. Ob Zirbenbetten, Zirbenspäne oder Zirbenöl als Raumduft – Produkte aus Zirbenholz sind gefragter denn je. Bild: Shutterstock.com
Bereits seit dem 18. Jahrhundert werden die positiven Eigenschaften des Zirbenholzes für die menschliche Gesundheit und Psyche genutzt. Eine wissenschaftliche Studie von Joanneum Research aus dem Jahr 2003 konnte diese Wirkungen belegen. Nachdem die Zirbe lange Zeit in Vergessenheit geraten war, erlebt sie heute ein bemerkenswertes Comeback. Ob Zirbenbetten, Zirbenspäne oder Zirbenöl als Raumduft – Produkte aus Zirbenholz sind gefragter denn je. Bild: Shutterstock.com

Antibakterielle Wirkung


Zirbenholz besitzt von Natur aus antibakterielle Eigenschaften. Besonders in der Küche – etwa bei unseren Schneidebrettern – spielt das eine zentrale Rolle: Keime und Bakterien haben auf geölten Holzoberflächen deutlich schlechtere Überlebenschancen als auf Kunststoff. Auch im Wohnraum bedeutet das: weniger Keime und eine bessere Raumluft.



Keine Schadstoffe


Geölte oder gebeizte Holzoberflächen mit hochwertigen Bio-Ölen schützen das Holz, ohne seine natürlichen Eigenschaften zu versiegeln. So bleibt es atmungsaktiv und gibt keine Schadstoffe an die Raumluft ab – im Gegensatz zu vielen industriellen Möbeln, die Lösungsmittel oder Formaldehyd ausdünsten können.



Raumluftregulierung


Massivholz kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Trockenheit wieder abgeben. So entsteht ein ausgeglichenes Raumklima, das besonders in den Übergangszeiten – Herbst und Frühjahr – spürbar angenehmer ist, denn Holz wirkt wie ein natürlicher Luftfilter, ganz ohne Technik. Das sorgt für mehr Balance und ein gesünderes Wohngefühl.



Wärmeregulierend & angenehm für die Sinne


Holz speichert Wärme und fühlt sich nie kalt an. Räume mit Massivholzmöbeln wirken wärmer und geborgener. Auch akustisch trägt Holz zu einer angenehmen Atmosphäre bei: Es absorbiert Schall und sorgt so für eine gedämpfte, wohnliche Raumakustik.



Antistatisch & Allergikerfreundlich


Holz zieht kaum Staub an – denn es ist antistatisch. Für Allergiker ein echter Vorteil: Weniger Staub bedeutet weniger Reizung der Atemwege und ein rundum gesünderes Wohngefühl.



 
 
 

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