Wohntrends: Natürlich wohnen mit Stil
- Michaela Hocek

- vor 2 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Zwischen Greenwashing und gut gemeinten Tipps fehlt oft Klarheit.
Der „Nachhaltig leben“ Newsletter ordnet Themen ehrlich und alltagstauglich ein.
Nachhaltige Möbel vermitteln Beständigkeit und schaffen eine emotionale Verbindung. Im Vordergrund stehen natürliche Materialien, hohe Fertigungsqualität und handwerklich hochqualitative Oberflächenbehandlung. Sie beeinflussen das Raumklima positiv und können mehrere Umzüge überstehen. Wer gerade auf der Suche nach einem neuen Lieblingsstück ist, könnte an einem der folgenden Gefallen finden.
Cloud Dancer
PANTONE 11-4201 Cloud Dancer. So nennt sich die aktuelle Color of the Year, die seit 1999 dem Zeitgeist entsprechend gewählt wird. Es ist ein zarter Weißton, der für Ruhe, Neubeginn, Entspannung und Raum für gedankliche Weite steht. Dazu passen Möbelhersteller wie das französische Unternehmen tikamoon, die ihre CO2-Werte, Wasser- und Luftbelastung offenlegen.

Ästhetik zum Aufatmen
Massivholzmöbel in modernem Design
Das Regal „Tonda“ von Grüne Erde steht für ansprechende und offene Schlichtheit. Das dafür verwendete Massivholz stammt aus Mitteleuropa. Denn auch darauf, dass die Rohstoffe für Möbel nicht allzu weit transportiert werden, sollte beim Kauf Wert gelegt werden. Positiv an diesem zarten und dennoch aufnahmefähigen Solitär ist, dass es werkzeuglos auf- und abbaubar ist. Dafür sorgen gesteckte, metallfreie Gratverbindungen, die einfach lösbar sind. Inszenierung von Büchern, Geschirr, Sammlerstücken: Das zeitlose Design schafft die Möglichkeit, dieses Möbel immer wieder in einen neuen Kontext zu setzen.

From Trash to Treasure
Ausschussware eine zweite Chance geben
Der Upcyclingtrend ist in Sachen Nachhaltigkeit keine kurzfristige Modeerscheinung, sondern ein Statement für das Neudenken von Potenzialen. Zweitwerk ist in diesem Bereich ein Vorzeige-Projekt. Das interne Start-up der Volkswagen AG wertet Bauteile zu Interior-Accessoires wie Kerzenständer, Wanduhren oder Garderoben auf. Durch die hohe Qualitätssicherung beim Autobau ist Entsorgung oder Recycling ein großes Thema und so hat sich das Unternehmen entschlossen, durch Umwidmung Ausschussmaterialien eine neue Funktion zu geben.

Blickpunkt Eingangsbereich
Wohnlichkeit schon beim Betreten verströmen
Der Flur und das Vorzimmer sind der erste Kontakt beim Betreten des Zuhauses für die Bewohner:innen und Gäste. Wer hier schon über Schuhe stolpert, keinen Wandhaken mehr findet, um seine Jacke, den Rucksack oder die Tasche abzulegen, kann nicht in Ruhe ablegen. Zum Ankommen sind Flächen zum Hinsetzen oder Deponieren von Schlüsseln, um sie problemlos wiederzufinden, eine wichtige Geste, um zur Ruhe zu kommen. Der Kleiderständer „hood“ oder der Spiegel „haiku“ in Kombination mit dem „hood+“-Kleiderständer von Team 7 sind positive Beispiele für Klarheit, Struktur und Atmosphäre.

Gemütlich Platz nehmen
Flexible Rückzugsorte
Im Wohnzimmer fällt das Hauptaugenmerk in den meisten Fällen auf Sofalandschaften. Und das ist gut so. Denn hier trifft man sich, um Gespräche zu führen, oder lässt sich nieder, um in Ruhe ein Buch zu lesen oder die Lieblingsserie zu streamen. Dieser Raum der Kommunikation verlangt häufig auch nach Veränderung. Wenn z. B. die Kinder herumtollen möchten, für eine Party eine Tanzfläche geschaffen werden soll oder einfach Lust auf die Neugestaltung des Raumes aufkommt. So sind modulare, individuell konfigurierbare oder erweiternde Elemente eine praktische Lösung, um Wohnwünsche im Handumdrehen zu erfüllen. Das Schweizer Start-up Livom liefert dafür Sitzmöbel mit Öko-Tex-zertifizierten Bezügen vom 2- bis 10-Sitzer fernab der Wegwerfmentalität.

Cleanes Design im Kinderzimmer
Klare Formensprache und mitwachsende Elemente
Kindern Geborgenheit zu vermitteln, funktioniert unter anderem über das Interior. Zarte Farben – im Fall der Serie „Enie“ des Kindermöbelspezialisten Paidi Off-White in Kombination mit Eiche-Montana-Dekor – sind als zeitlose, klare Designsprache beliebt, weil sich durch Spielsachen, Teppiche, selbstgemachte Kunstwerke, herumstehende Bauwerke und Bettwäsche schon genügend Farbkleckse ansammeln. Ein weiterer Aspekt bei der Neuanschaffung ist das Thema „mitwachsende Möbel“. Vor allem bei Betten: So kann ein einzelnes Modell vom Babybett mit herausnehmbaren Schlupfsprossen bis ins Krabbelalter begleiten. In der Juniorstufe gibt ein Rausfallschutz Halt und danach kann es als Kindersofa den Raum neu beleben.

Dezente Leichtigkeit
Stauraum ästhetisch präsentiert
46x180x40 cm. Das sind die Abmessungen des TV-Schranks „Ellie“ aus massiver FSC-zertifizierter Eiche von tikamoon, die mit zwei offenen Ablageflächen, zwei Schubladen und zwei Kästchen für aufgeräumte Optik und Ordnung sorgt. Auch niedrige Anrichten sind ein guter Trick um Stauraum zu schaffen, ohne viel Platz zuzustellen. Besonders schön kommen solche Einzelstücke mit geölten Oberflächen zur Geltung. Sie schützen nicht nur, sondern nähren das Holz und bringen natürliche Maserungen besonders schön hervor. So werden die besten Voraussetzungen geschaffen, dass Möbelstücke von Generation zu Generation weitergegeben werden.




Kommentare