Green Travel in Bangkok: Nachhaltige Tipps für bewusste Entdecker
- Michaela Hocek

- vor 3 Stunden
- 5 Min. Lesezeit
Bangkok ist eine pulsierende Metropole, die mit „geregeltem Chaos“ und buddhistischer Freundlichkeit seine Gäste in Empfang nimmt. Trotz mehrerer Millionen Menschen liegt hier eine spürbare Entspanntheit über der Stadt.

Erstmals haben wir uns in diesem Feature für eine Fernreise entschieden. Wir haben soweit wie möglich umweltverträglich agiert und möchten vorab Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, wenn Destinationen weit weg vom Heimatort angepeilt werden, vorausschicken: Dehnen Sie Ihre Reisedauer so lange wie möglich aus. Kompensieren Sie Ihre Flugkilometer. Achten Sie vor Ort auf die Konsumation von Regionalem. Wählen Sie nachhaltige Tourenanbieter aus. Unterstützen Sie lokale Initiativen und Unterkunftgebende. Bringen Sie der Kultur und den Traditionen des Landes Respekt entgegen.
Los geht’s
Wer in Bangkok nach dem Sightseeing und stundenlanger Präsenz von Buddha-Statuen und Tempeln eine Auszeit braucht, kann sich in den Lumphini Park, einer grünen Oase mitten in der Stadt, oder den Benjakitti Forest Park, mit Sumpflandschaften und einem Skywalk, Lebensraum für Tiere und Ausblick für Menschen, zurückziehen.
Wat Arun
Der Tempel der Morgenröte am Ufer des Chao-Phraya-Flusses ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Über und über sind die Türme und Gebäude der gesamten Anlage mit kunstvoller Keramik übersät. Den beleuchteten Anblick in der Dunkelheit sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Tipp: Wer schnell und günstig zur Besichtigung von der Innenstadt übersetzen möchte, nimmt die Fähre vom Tha Tien Pier.

Parkbesuch, ja bitte
Der Chulalongkorn University Centenary Park ist ein grüner Rückzugsort im Herzen der Stadt, der zum 100-Jahr-Jubiläum der Universität 2017 eröffnet wurde. Hier trainieren Einheimische oder treffen sich zum Picknick. Tourist:innen erholen sich vom Trubel der Stadt, entdecken Skulpturen und Kunstinstallationen oder machen Führungen über den Campus und in den Universitätsmuseen. Auch das überdimensionale Gründach und das unterirdische Abwassersystem, das zum lokalen Hochwasserschutz beiträgt, sind sehr interessant.

Der Duft der Opfergaben auf dem Pak Khlong Talat, dem Frischblumenmarkt, und die vielen Bäume und Pflanzen entlang der Kanäle lassen aufatmen.

UBAHN & CO.
Die öffentlichen Verkehrsmittel BTS Skytrain oder MRT sind ideal, um sich innerstädtisch fortzubewegen. Die Busse sind verkehrs- und baujahrtechnisch mitunter ein Erlebnis und gelegentlich verpasst man die richtige Station – dafür entdeckt man meist authentische Stadtteile. Zu Fuß ist Bangkok ebenfalls sehr gut und sicher zu erkunden.

Thailändische Massage
Wir haben eine Fußmassage in der Nähe des Tempels des Reclining Buddhas bei Watpo ausprobiert und waren begeistert. Die „Watpo Thai Traditional Medical and Massage School – Watpo TTM“ wurde 1955 gegründet. Wer länger Zeit hat, kann hier auch einen Workshop besuchen. Eine weitere Erfahrung in Sachen Massage ist MakaToksen. Eine Klopfmassage mit speziellen Tools, die auf alte thailändische Heiltraditionen zurückgeht.

Reclining Buddha
Wat Pho – dem königlichen Tempel Erster Klasse im Zentrum der historischen Altstadt – in der Nähe des Königspalastes, dessen Besuch man ebenfalls auf die Agenda setzen sollte, ist einer der ältesten und größten Tempel der Stadt. Seine Geschichte geht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Während man den liegenden Buddha bewundert, hallen die in den 108 Almosenschalen landenden Opfermünzen, die vor Ort gekauft werden können, meditativ durch das Gebäude. Auch die Ordinationshalle mit dem Phra Buddha Deva und die 42 Meter hohen Chedis im Innenhof sind beeindruckend. Die endlosen Reihen der sitzenden Buddhas waren übrigens ursprünglich Ballast zur Beschwerung für die mit Seide und Porzellan beladenen Schiffe, die als Zierde hier gelandet sind. Tipp: Die beste Besuchszeit ist morgens oder mittags.

Street Food
Kokoswasser direkt aus der frischen Kokosnuss, Eistees und kalte Smoothies sind ideal um mit den hohen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit zurechtzukommen. In Sachen Streetfood ist Chinatown die lebhafteste Gegend. Das Aroma von Zitronengras, Limette, Chili, Meeresfrüchten und Fleisch liegt ebenso in der Luft wie laut-schrille Musik und das Hupen der bunt und teilweise schräg beleuchteten Tuk-Tuks. Beliebt ist auch die „Boat Noodle Alley“ im Nordosten des Victory Monuments, wo typisch thailändische Nudelgerichte direkt an diesem Verkehrsknotenpunkt serviert werden. Obwohl sie so günstig sind, sind die Speisen an den Outdoor-Garküchen frisch und hygienisch, da die Einheimischen lieber essen gehen, als selbst zu kochen. Die Kunst für Neulinge ist es, sich nicht zu rasch satt zu essen!

Marktleben
Bangkok ohne frisch zubereitete Speisen in thailändischer Fülle und Originalität sowie der populärsten Nachspeise Mango Sticky Rice wäre undenkbar.

Projekt „Green Bangkok 2030“
Das vordergründige Ziel dieses Projekts der Umweltabteilung der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) ist die Vergrößerung der städtischen Grünflächen. Dazu werden öffentliche Flächen, Bereiche unter Schnellstraßen und zwischen Gebäuden sowie Grundstücke entlang der Kanäle etc. erschlossen. Sie sollen dazu beitragen, die sozialen Bindungen der Menschen weiter zu unterstützen, die Wirtschaft und den Tourismus zu fördern, die Artenvielfalt des städtischen Ökosystems zu stärken, die Luftverschmutzung zu verringern und den urbanen Wärmeinseleffekt zu lindern. Bis 2030 sollen dafür zehn Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner:in entstehen und innerhalb von fünf Minuten soll jede:r eine Grünfläche erreichen können. So wurde beispielsweise bereits der Kanal Khlong Ong Ang restauriert, der heute für seine Streetart und Kajakfahren in sauberem Wasser beliebt ist. Besonders sehenswert ist die Walking Street, eine lebhafte Markstraße, am Wochenende. Zum Teil sind auch schon E-Fähren, die jeweils 30 Passagieren Platz bieten, auf den Kanälen unterwegs.
Centara Grand at Central World - Hoch hinaus in vielen Aspekten
Mitten im Herzen von Bangkoks Einkaufsviertel kultiviert das 55 Stockwerke hohe
Hotel auf der 26. Etage seinen eigenen Bio-Garten. Die Gäste profitieren vom
Farm-to-Fork-Erlebnis in den Restaurants des Fünf-Stern-Hotels.

Direkt nach der Fahrt vom Flughafen durch Straßenschluchten hatten wir unseren ersten nachhaltigen Moment in der thailändischen Hauptstadt in luftiger Höhe. Der Outdoor-Garten mit Hochbeeten voller Salate, Kräuter, Gemüsepflanzen und Töpfen mit Zitrusfrüchten auf dem Areal ehemaliger Tennisplätze des Central Grand repräsentiert einen fortschrittlichen Ansatz. Hier wird auf rund 251 Quadratmetern angebaut, was auf den Tellern der Gäste landet. In einer Frische, die sonst nicht möglich wäre. „Unser erhöhter Bio-Garten geht über die reine Quelle von Zutaten hinaus, wir offerieren die nachhaltigste Lebensmitteloption, die möglich ist“, so Robert Maurer-Löffler, Vize-Präsident Operations and General Management. „Wir sehen das Farm-to-Fork-Konzept nicht als Trend, sondern als Erfahrung aus erster Hand für unsere Gäste.“ Hier gedeihen Kopf- und Römersalat, roter Eichen- und Eisbergsalat ebenso wie Kale, Lemongrass, Salbei, Rosmarin oder Thymian. Die Auswahl an Basilikumsorten ist ebenso bemerkenswert. Zudem reduziert die Bio-Farm den CO₂e-Fußabdruck. Verarbeitet werden die frischen Köstlichkeiten unter der Ägide der Sterneköche Borja Terry Borrego im Tapas-Restaurant „Uno Mas“ und Luca Russo im italienischen „Red Sky“ sowie den anderen kulinarischen Treffpunkten des Hotels.

Hinzu kommt in Sachen Ökologie die größte Dach-Solaranlage ihrer Art für ein Hotel in Bangkok mit einer Kapazität von über 860 Kilowatt. Dies unterstützt auch die nationalen SCG-Programme Thailands, das grüne Wachstum voranzutreiben. Das Hotel hat für all seine Bestrebungen den „Letter of Recognition“ (LOR) im Rahmen des „Low Emission Support Scheme“ (LESS) erhalten, der von der „Thailand Greenhouse Gas Organization“ (TGO) für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 4.481 Tonnen CO₂e zertifiziert wurde. bit.ly/centarahotelresorts / cgcwreservation@chr.co.th
Centara Grand at
CentralWorld
999/99 Rama 1 Road,
Pathumwan
Bangkok 10330,Thailand
Fotos: Shutterstock / CDA Verlag



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