• Christoph Lumetzberger

Versteckte Klimasünder entlarven - "Nachhaltig leben" ermittelt!

Mit dem Zug fahren statt fliegen. Für kurze Strecken das Fahrrad statt dem Auto nehmen. Stoßlüften statt Fenster lange Zeit kippen. Im Alltag ergeben sich unzählige Möglichkeiten, CO2-Emissionen einzusparen und viele davon liegen auf der Hand, weil sie gebetsmühlenartig durch die Medien geistern und von diversen Institutionen immer wieder erwähnt werden. Allerdings gibt es auch Klimasünder, die wir auf den ersten Blick gar nicht als solche identifizieren würden. Vier davon listen wir Ihnen hier auf. Sie werden überrascht sein, hinter welchen Alltagstätigkeiten sich effektive

Möglichkeiten verbergen, der Umwelt etwas Gutes zu tun.


Versteckte Klimasünder

1. Ersetzen Sie Butter durch Margarine


Dass Fleisch eine schlechte CO2-Bilanz hat, wissen die meisten Menschen. Aber vielen ist nicht bewusst, dass auch Milchprodukte zu den Klimasündern zählen. Sahne und Käse schneiden mit sieben bis acht Kilogramm CO2 pro Kilogramm Lebensmittel schon nicht allzu gut ab, bei Butter entstehen hingegen sage und schreibe beinahe 24 Kilo CO2. Besser wäre es daher, stattdessen auf Margarine zu setzen, die lediglich etwas mehr als ein Kilo CO2 erzeugt und die nur rund ein Zwanzigstel im Vergleich mit Butter ausmacht.


2. Jeder Fleischverzicht schont das Klima


Wer im Biergarten zum Schweinebraten, statt zum Salatteller greift, dem ist wohl klar, dass der CO2-Ausstoß damit zumindest passiv gefördert wird. Allerdings waren selbst wir bei der Recherche erstaunt, wie groß die Unterschiede zwischen Fleischproduktion und Gemüseanbau, zwischen Rindermast und Wurzelgemüse sind. Daher können Sie bei jedem Verzicht auf Fleisch - ohne gleich vegetarisch oder vegan leben zu müssen - Gutes für unser Klima tun.


3. Streamen Sie in SD, statt in 4K


Kaum zu glauben, aber sogar beim Netflix-Schauen lassen sich Treibhausgase einsparen. Einer Studie aus dem Jahr 2019 zur Folge verursacht eine halbe Stunde Streaming so viele CO2-Emissionen wie eine Autofahrt von 6,3 Kilometern. Diese Statistik lässt sich sowohl damit beeinflussen, auf welchem Wege der Film gestreamt wird, als auch in welcher Qualität. Zusammenfassend lässt sich sagen: Lieber über WLAN als über Mobilfunk, lieber in SD als in 4K. Und gerade beim Streaming auf einem Smartphone ist die Darstellung in 4K nicht mehr als purer Daten-Luxus!


4. Leseratten sollten einen E-Book-Reader kaufen


Selbst beim Lesen können Sie mithelfen, CO2 -Emissionen einzusparen. Allerdings hängt dies davon ab, wie viele Bücher Sie über einen bestimmten Zeitraum verschlingen. Als Faustregel gilt, dass für die Produktion eines Buches auf Recycling-Papier rund ein Kilogramm CO2 verbraucht wird, für einen E-Book-Reader hingegen etwas mehr als 20 Kilo. Somit sparen Sie ab dem 21.

Buch, welches Sie als E-Book lesen, Emissionen ein. Wer es nicht digital mag, der sollte zumindest über den Kauf von gebrauchten Büchern nachdenken.