Nachhaltiger Garten: Zertifiziertes Holz für Terrasse und Beet
- Michaela Hocek
- vor 1 Stunde
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Der nachhaltige Sommer im Garten beginnt mit dem Einsatz von zertifiziertem Holz bei Terrassenbau, Hochbeeten und bewusstem Grillvergnügen.
Wenn die Tage länger werden und die Abende lau, verlagert sich das Leben nach draußen. Garten, Terrasse und Balkon werden zum erweiterten Wohnzimmer. Doch während wir die Natur genießen, stellt sich oft die Frage: Wie können wir diesen Rückzugsort so gestalten, dass er nicht nur uns, sondern auch der Umwelt guttut? Die Antwort darauf ist simpel: Nachhaltigkeit im Garten beginnt nicht erst beim Bio-Dünger oder der Bienenwiese – sie fängt bereits bei der Wahl der Materialien und des Zubehörs an.
Das Fundament
Die Terrasse ist das Herzstück vieler Gärten. Bei der Wahl des Bodenbelags gibt es viele Möglichkeiten. Hölzer wie Lärche, Douglasie oder thermisch behandelte Kiefer und Esche bieten eine vergleichbare Langlebigkeit. Wer beim Kauf auf Zertifizierungen wie das PEFC-Siegel achtet, geht sicher, dass das Holz aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Das gilt übrigens auch für Gartenmöbel: Ein Set aus zertifizierter heimischer Kiefer stellt sicher, dass dem gemütlichen Abend eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und kurze Transportwege vorangegangen sind.

Kein Sommer ohne Grillen
Wir vergessen oft, dass ausgerechnet die Holzkohle eine ökologische Schwachstelle ist. Jährlich werden enorme Mengen Grillkohle nach Deutschland importiert, ein beachtlicher Teil davon stammt aus Tropen- oder Subtropenregionen, wo Waldflächen oft unkontrolliert verschwinden. Nachhaltiges Grillen beginnt daher bei der Befeuerung. Achten Sie beim Kauf von Holzkohle und Briketts auf Zertifizierungen, die deren Nachhaltigkeit zuverlässig belegen. So landet kein Holz aus Raubbau im Sack. Heimische Buche ist hier der Goldstandard, denn sie brennt heiß, lange und gleichmäßig. Auch beim Anzünden lassen sich Plastik und Chemie vermeiden. Herkömmliche weiße Anzünder auf Petroleumbasis riechen nicht nur unangenehm, sie belasten auch die Umwelt. Die grüne Alternative sind Öko-Anzünder aus zertifizierter Holzwolle, die in natürliches Wachs getaucht wurden. Sie sind geruchsneutral, sicher in der Handhabung und verbrennen sauber.

Hochbeete und Sichtschutz
Der Trend zum „Urban Gardening“ und zur Selbstversorgung hält an. Hochbeete aus Holz sind besonders beliebt, da sie Wärme speichern und rückenschonendes Gärtnern ermöglichen. Da das Holz hier in direktem Kontakt mit feuchter Erde steht, ist die Qualität entscheidend. Zertifiziertes Lärchenholz ist hier eine erstklassige Wahl – robust, natürlich resistent gegen Fäulnis und ohne chemische Druckimprägnierung nutzbar. Auch bei Sichtschutzzäunen lohnt sich der Blick auf die Herkunft. Anstatt zu Kunststoff-Elementen oder Billigholz aus fragwürdigen Quellen zu greifen, bieten zertifizierte Holzzäune eine ästhetische und klimafreundliche Abgrenzung zum Nachbarn. Sie fügen sich harmonisch in das Grün ein und binden langfristig CO2.
PEFC-Siegel kurz erklärt
Das Siegel mit den zwei grünen Bäumen dient als transparenter Herkunftsnachweis. Es garantiert, dass Holz- und Papierprodukte aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen.
Nachhaltigkeit: Es wird nur so viel Holz geerntet, wie natürlich nachwächst.
Artenschutz: Der Wald bleibt als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als wichtiger CO2-Speicher erhalten.
Sicherheit: Unabhängige Gutachter kontrollieren die gesamte Kette – vom Forstbetrieb bis zum fertigen Produkt im Laden.
Regionalität: Da bereits rund 80% der deutschen Wälder PEFC-zertifiziert sind, fördern PEFC-zertifizierte Produkte die heimische Forstwirtschaft und damit kurze Transportwege.
