• Philipp Lumetsberger

Mit gutem Gewissen in eine grüne Zukunft investieren

Wer sich für eine nachhaltige Geldanlage entscheidet, möchte mit seinem Geld nicht nur eine Rendite erzielen, sondern die Welt auch ein Stückchen besser machen. Das Konzept des Impact Investing verbindet diese beiden Interessen.


Einer Umfrage des VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.) zufolge sind mehr als die Hälfte der Anleger dazu bereit, ihre finanziellen Mittel nachhaltig zu investieren. Doch die richtige Anlageform zu finden, gestaltet sich oftmals schwierig. Wer sich zunehmend mit diesem Thema beschäftigt, wird unweigerlich auf den Begriff Impact Investing stoßen. Diese Investmentform verbindet das Ziel einer wirtschaftlichen Rendite mit messbaren und positiven Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft. Das Geld fließt dabei beispielsweise in erneuerbare Energien, Gesundheits- und Bildungsprojekte, bezahlbaren Wohnraum oder nachhaltige Landwirtschaft. Im

Umkehrschluss bedeutet dies auch, dass bestimmte Bereiche wie beispielsweise Atomkraft oder Erdöl bzw. einzelne Branchen wie etwa die Rüstungsindustrie von diesen Geldanlagen gänzlich

ausgeschlossen sind.


Bei solchen sogenannten Impact Investments stehen vor allem zukunftsfähige Technologien bzw. Konzepte im Fokus, die durch privates Kapital finanziert werden sollen.


Eine der wichtigsten Grundlagen für das Impact Investing besteht seit 2015 und wurde von der

Generalversammlung der Vereinten Nationen festgelegt. Dabei erfolgte eine Einigung der 193 Staaten auf 17 globale Ziele, die eine Richtlinie für die Verwendung von finanziellen Mitteln für soziale und ökologische Projekte bilden. Um als Impact-Kapitalanlage zu gelten, sollten sie deshalb einen Beitrag zur Erreichung von mindestens einem der Ziele leisten.


Positive Wirkung schwer messbar


Da eine soziale bzw. ökologische Wirkung einen Teil der Investmentstrategie darstellt, sollen regelmäßige Berichte den Anlegern Auskunft darüber geben, welchen Nutzen das jeweilige Projekt erzielt hat. Einen messbaren Nachweis über den Nutzen zu erbringen, ist allerdings recht kompliziert und hängt auch von dem Projekt ab, das damit finanziert wird. Die Bundesinitiative Impact Investing hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, einheitliche Messmethoden zu erarbeiten, um die sozialen oder ökologischen Auswirkungen besser nachvollziehen zu können.


Vielfältige Anlageformen


Impact Investing umfasst eine große Bandbreite an Anlagemöglichkeiten wie beispielsweise Mikrokredite, Beteiligungen oder Fonds. Der Großteil der finanziellen Mittel wird dabei an Kleinunternehmer und gemeinnützige Projekte ausgeschüttet. Erzielt das jeweilige Projekt einen Gewinn, erhalten die Kapitalgeber ihren Anteil. Wie bei den meisten klassischen Investitionsformen auch, ist bei Impact Investings das Risiko eines Verlusts nicht auszuschließen. Generell gilt: Diese Investmentform eignet sich hauptsächlich für langfristige Geldanlagen, kurzfristige Gewinne lassen sich damit kaum erzielen.


Grüne Geldanlage via Bank


Mittlerweile bieten etliche nachhaltige Banken Anlagemöglichkeiten für Impact Investments. Dabei werden beispielsweise mehrere Projekte in einem Fonds gebündelt, in den private Anlegerinnen und Anleger investieren können. Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl solcher Banken.