go-e: Wie nachhaltiges Laden des E-Autos Geld spart

go-e gehört zu den Top 10 Anbietern von AC-Ladelösungen für E-Autos in Europa. Mit intelligenten Wallboxen & Co. macht das österreichische Unternehmen das Laden komfortabler, sicherer und effizienter. Funktionen wie PV-Überschussladen fördern die nachhaltige Elektromobilität.
Welche Rolle spielt intelligente Ladeinfrastruktur dabei, Elektromobilität alltagstauglicher und zugleich nachhaltiger zu machen?
Viele Menschen kaufen ein E-Auto und überlegen dann: Wie lade ich möglichst günstig? Soll ich flexible Stromtarife nutzen? Wie nutze ich meine PV-Anlage bestmöglich? Ich will nicht schnell das Auto abstecken, weil die Sonne gerade hinter einer Wolke verschwindet. Hier übernimmt die intelligente Wallbox. Man stellt einmal in der App ein, wie man laden möchte. Ab dann lädt man komfortabel, sparsam und nachhaltig: Man steckt das Auto an, wenn man heimkommt, und ab, wenn man wegfährt – den Rest regelt go-e.

Wie lässt sich das Laden von E-Autos noch besser mit erneuerbaren Energien verbinden?
Erstens: Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen, idealerweise PV-Strom vom eigenen Dach. Dazu smartes Energiemanagement, das misst, wie viel Strom im Haus verbraucht wird und wie viel “Überschuss-Strom“ zum Laden zur Verfügung steht. Und dazu die systemoffene Wallbox. Was heißt „systemoffen”? Noch vor Kurzem hatten wir ein Gewirr an Handykabeln zu Hause, weil man bei vielen Handyherstellern ein eigenes Kabel brauchte. Mittlerweile passt ein Ladekabel für alle Handys, und entsprechend ist es auch bei systemoffenen Wallboxen. Sie passen zu jedem Energiemanagement. Und der letzte Tipp: Smart laden, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht. Das funktioniert mit go-e automatisch.
Wenn immer mehr Menschen ihr E-Auto zu Hause oder unterwegs laden: wie lässt sich sicherstellen, dass das Stromnetz dabei nicht überlastet wird?
Jeder, der Apfelbäume hat, weiß, dass die Äpfel alle ungefähr gleichzeitig reif werden. Dann gilt es, möglichst viel Kompott und Apfelmus zu kochen und so weiter. Umgelegt auf das Stromnetz produzieren landauf, landab die PV-Anlagen in den Mittagsstunden enorme Mengen Strom und schicken ihn ins Netz. Hier kommen die E-Autos ins Spiel, deren große Batterien mehr Strom entziehen können als die meisten anderen Stromverbraucher. Das Netz wird entlastet. Zu „Stromschwemme-Zeiten” verbilligen deshalb die Betreiber den Strom, und diese flexiblen Tarife kann jeder nutzen, um netzdienlich, nachhaltig und günstig zu laden. Aber auch unseren Hausstrom wollen wir beim Laden nicht überlasten. Der Papa in der Sauna will nicht frieren, nur weil Mutti ihr E-Auto angesteckt hat. Die Lösung: Der go-e Controller misst in Echtzeit alle Stromflüsse im Haus und steuert die Wallbox. Wenn sich der Wasserkocher einschaltet, bekommt das Auto eben vorübergehend ein bisschen weniger Strom.

go-e entwickelt smarte Ladelösungen für E-Autos. Wie kann ein Hersteller dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit nicht erst beim Fahren, sondern schon beim Laden beginnt?
Erstens, indem er seine Geräte systemoffen baut. Sollte man umziehen oder die Haustechnik wechseln, kann man die einmal gekaufte go-e Wallbox problemlos ins neue Energiesystem integrieren. Zweitens, indem er Eco-Ladefunktionen einbaut, die einen hohen Eigenverbrauch von PV-Strom oder die Nutzung von erneuerbarer Energie ermöglichen. Drittens, indem man das Steuern von nachhaltigen Ladevorgängen in der App einfach und intuitiv gestaltet. So trägt man dazu bei, E-Mobilität für mehr Menschen attraktiv zu machen – und das ist auch nachhaltig.
Wer ein E-Auto fährt, kann durch intelligentes Laden zusätzlich sparen. Wo liegen die größten Kostenvorteile gegenüber einem Verbrenner?
„Gratis” gibt’s den PV-Strom vom eigenen Dach. Nutzt man flexible Stromtarife, wird man an manchen Tagen sogar dafür bezahlt, das Auto zu laden. Zum Vergleich: Es gibt keine Tankstelle, an der man gratis tankt und manchmal sogar noch ein paar Cent pro Liter zurückerhält, weil man zur richtigen Zeit tankt. Wer kein Eigenheim hat, schließt ein günstiges Ladeabo ab und fährt locker um die Hälfte billiger als mit Tanken. Und intelligentes Laden daheim spart nochmal Geld. Die Wallbox optimiert die Kosten, indem sie Ladevorgänge, einmal eingestellt, automatisch startet und stoppt. Die Folge sind unglaublich geringe Mobilitätskosten, mit denen man am Verbrenner lächelnd vorbeizieht. Und die Umwelt dankt.

Das Laden von E-Autos entwickelt sich laufend weiter. Was wird aus Ihrer Sicht in den nächsten Jahren besonders wichtig – und welche Rolle können Anbieter wie go-e dabei spielen?
Wenn künftig immer mehr E-Autos unterwegs sind, wäre es sinnvoll, sie hauptsächlich untertags zu laden, wenn viel nachhaltig produzierter Strom zur Verfügung steht. Nicht erst abends, wenn man heimkommt. Egal, wo das Auto tagsüber parkt – in der Stadt, im halböffentlichen Raum, beim Einkaufszentrum, auf Unternehmensparkplätzen – jeder Parkplatz sollte eine Lademöglichkeit bieten. Wir reden hier von einer massiven Ladepunkt-Skalierung. Ein hochkomplexes Thema, für das wir mit 12 Partnern – Universitäten, Energieversorgern, anderen Technologieeinrichtungen, ein großes Forschungsprojekt betreiben.




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