Fasten mit Plan: Scheinfasten
- Michaela Hocek

- vor 4 Stunden
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ProLon steht für wissenschaftlich fundiertes Fasten, das von Professor Valter Longo an der University of Southern California entwickelt wurde. Für fünf Tage wechseln sich bewusst abgestimmte Nährstoffe, Suppen, Snacks und Tees in Bio-Qualität ab.

Was ich an unserem Team schätze, ist die Bereitschaft Neues kennenzulernen und Erfahrungen im Selbstexperiment zu wagen. So war das Team für das fünftägige ProLon-Scheinfasten schnell gefunden. Perfekt war, dass verschiedene Altersstufen und Sporttypen vertreten waren, die unterschiedliche Vorerfahrungen mit dem Fasten haben. Gestehen muss ich, dass ich bezüglich der Alltagstauglichkeit anfangs skeptisch war, da ich grundsätzlich Fastenkuren in Retreat- oder Kurhotels außerhalb der Arbeitszeiten bevorzuge. Ich wurde eines Besseren belehrt und auch Johannes und seine Frau ziehen positive Bilanz: „In einem 2-Personen-Haushalt ist es wunderbar, wenn beide gleichzeitig starten – das motiviert und verbindet.“ Nadine war entgegen ihres sonstigen Temperaments die ersten beiden Tage stiller im Büro, danach war sie wieder als das gewohnte Energiebündel am Start. Dass wir uns in einer WhatsApp-Gruppe gegenseitig auf dem Laufenden gehalten und motiviert haben, hat gutgetan. Einig sind wir uns bei der sympathischen „Ready to Eat“-Philosophie. Es muss nichts gesondert eingekauft oder zubereitet werden. Die frischen Bio-Suppen aus Italien, die kräftig-vollmundig gewürzt sind – was bei Fastenkuren keine Selbstverständlichkeit ist – schmecken hervorragend. Mit Crackern, Oliven, Tees und Nahrungsergänzungen können die „normalen“ Essens- und Naschzeiten gut abgedeckt werden.

Wissenschaftliche Basis
Die „ProLon 5-day NEXT GEN“-Kur wurde an 14 internationalen Universitäten klinisch getestet. Das Ziel war, den Körper mit Nahrung zu versorgen und gleichzeitig in einem Fastenzustand zu halten. Tag 1 ist dem Übergang in das Scheinfasten gewidmet. Es werden zelluläre Optimierungsprozesse in Gang gesetzt. Tag 2 steht im Zeichen der Fettverbrennung und Ketose. An Tag 3 ist das Erreichen der Zellreinigung im Fokus. Die Autophagie setzt ein. Diese findet an Tag 4 ihre Fortsetzung, wodurch sich der Prozess der Zellverjüngung in Gang setzt. Das Ende mit Tag 5 ist schneller da, als man denkt. Die Reinigungs- und Verjüngungsprozesse setzen sich noch einige Tage fort. Dies können wir alle bestätigen: Das angenehm leichte Gefühl im Verdauungstrakt hielt weiter an und es kamen keine Gelüste nach Ungesundem auf.

Persönliche Erfahrungen zum
Next Gen 5-Day Fasting Mimicking Program
Nadine Wagner
Grafikerin, 24 Jahre, noch nie davor gefastet
Was hat dir gefallen? Mir hat gefallen, dass das unangenehme Völlegefühl ausblieb und ich ab der Hälfte konzentrierter war – das motiviert mich, künftig bewusster und gesünder zu essen.
Was war weniger prickelnd?
Das Hungergefühl am Morgen, die Kopfschmerzen an den ersten Tagen und der Koffeinentzug.

Wie hast du dich während des Fastens gefühlt?
Die ersten beiden Tage waren anstrengend, doch ab Tag drei fiel das Fasten angenehm leicht. Dank der perfekt portionierten Verpackung lässt sich das Programm problemlos überall in den Alltag integrieren.

Johannes Edl und Claudia Fuchs
Sales Manager und Außendienst-Mitarbeiterin, gemeinsam 114 Jahre, wenig Fasten-Vorerfahrung
Was hat euch gefallen?
Uns hat begeistert, wie entspannt und unkompliziert die ganze Erfahrung war. Alles ist in praktische Tagesportionen aufgeteilt – kein Kalorienzählen, kein Stress, kein Grübeln über Einkaufslisten. Die 5-Tage-Boxen sind perfekt vorbereitet und lassen sich ohne Aufwand in den Alltag integrieren.
Was war weniger prickelnd?

Der Start war eine kleine Herausforderung. Der Körper braucht einen Moment, um sich umzustellen – leichtes Kopfweh durch den Koffeinentzug inklusive. Und ja: Die Einladung zur nächsten Party bleibt in dieser Zeit besser unbeantwortet. Aber genau dadurch spürt man, dass man bewusst eine Auszeit für sich nimmt.
Wie habt ihr euch während des Fastens gefühlt?
Wie auf einer Reise zu sich selbst. Einerseits angenehm leer und leicht, andererseits überraschend energiegeladen. Man trinkt automatisch viel mehr – Wasser, Tee – und fühlt richtig, wie der Körper in einen neuen Rhythmus kommt.
Michaela Hocek

Chefredakteurin, 52 Jahre, fastet ein bis zwei Mal pro Jahr
Was hat dir gefallen?
Die Tagesboxen haben Geschenkcharakter. Die Bio-Suppen sind würzig abgeschmeckt. Mit Crackern und Oliven gibt es auch etwas Bissfestes.
Was war weniger prickelnd?
Der Geschmack des FMD-Drinks (Fasting Mimicking Diet) hat mir bis zuletzt keine Begeisterung abgerungen, aber die Wirkung war effektiv.
Wie hast du dich während des Fastens gefühlt?

Ja. Die Zubereitung der Mahlzeiten dauert keine drei Minuten. So bleibt mehr Zeit für bewusstes Essen. Die Tees wärmen zwischendurch von innen.



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