Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro im Test
- Philipp Lumetsberger

- 7. Aug.
- 3 Min. Lesezeit

Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom Stromanbieter und steigenden Energiekosten bewegt immer mehr Menschen dazu, sich mit dem Kauf einer PV-Anlage auseinanderzusetzen. Selbst Strom zu erzeugen, war noch nie so einfach wie heute – beispielsweise mit Balkonkraftwerken. Mit der Solarbank 3 E2700 Pro hat Anker ein Produkt auf den Markt gebracht, das genau hier ansetzt: einfach in der Handhabung, flexibel erweiterbar und technisch auf dem neuesten Stand. In unserem zweieinhalbmonatigen Test konnte die Solarbank 3 Pro eindrucksvoll zeigen, wie unkompliziert es heute ist, eigenen Strom zu produzieren und zu speichern.
Kinderleichte Inbetriebnahme
Bereits die Inbetriebnahme gestaltet sich erfreulich simpel: Die PV-Module werden mit dem Balkonkraftwerk verbunden, dieses wiederum mit einer Haushaltssteckdose – fertig. Auch die Integration ins WLAN erfolgt unkompliziert, sodass man schnell einen Überblick über Produktion und Verbrauch erhält.

Ein kleiner Wermutstropfen: Mit knapp 30 Kilogramm ist das Gerät kein Leichtgewicht. Wer es auf dem Balkon einer Wohnung aufstellen möchte, sollte dies idealerweise nicht allein tun. Für unseren Test haben wir die Solarbank in einer Garage platziert. Mit zwei südlich ausgerichteten Modulen produzierten wir an sonnigen Tagen bis zu 6 kWh Strom, insgesamt wurden über den gesamten Zeitraum hinweg rund 293 kWh produziert.
Ein LED-Lichtband an der Vorderseite signalisiert, ob Strom in den Akku fließt. Detaillierte Informationen zum Füllstand liefert allerdings nur die Anker-App, die mit guter Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit und hohem Informationsgehalt überzeugt. In Echtzeit zeigt sie Produktionsdaten, Akkustand und Stromflüsse an. Die Geräteeinstellungen lassen sich intuitiv anpassen und werden im Handumdrehen übernommen.
Mit einer Speicherkapazität von 2,68 kWh bietet die E2700 Pro bereits in der Basisversion ausreichend Reserven für den täglichen Bedarf kleiner Haushaltsgeräte. Durch zusätzliche Module lässt sich die Kapazität auf bis zu 16 kWh erweitern. Dank Plug-and-Play-Technologie erkennt das System neue Speichereinheiten automatisch – das Handling bleibt dadurch angenehm einfach.
Umfangreiches Energiemanagement
Im Alltag zeigt sich die Vielseitigkeit der Anlage: Im benutzerdefinierten Modus lässt sich die Einspeiseleistung ins Hausnetz zeitlich und leistungsmäßig individuell regeln. In unserem Test haben wir die Leistung zwischen 9 und 18 Uhr auf 300 Watt begrenzt. Dadurch reduzierte sich die Rückspeisung ins öffentliche Netz auf unter 1 kWh über den gesamten Testzeitraum. Der nicht verbrauchte Strom wurde zuverlässig gespeichert und stand abends zur Verfügung.
Wer seine Energie noch gezielter einsetzen möchte, kann die optional erhältlichen Smart Plugs von

Anker nutzen. Diese intelligenten Steckdosen werden per WLAN ins System eingebunden und ermöglichen eine priorisierte Versorgung angeschlossener Geräte. Die Solarbank erkennt automatisch, wenn beispielsweise ein Wasserkocher eingeschaltet wird, und passt die Einspeiseleistung entsprechend an. Im Test funktionierte das Zusammenspiel reibungslos – kleinere Küchengeräte und die Waschmaschine wurden zuverlässig mit Strom versorgt.
Am effizientesten arbeitet das System in Kombination mit einem sogenannten Smart Meter von Anker oder Shelly. Das hauseigene Modell von Anker ist beispielsweise für rund 100 Euro erhältlich. Die Installation des Zusatztools muss jedoch zwingend durch eine Fachkraft erfolgen. In Verbindung mit dem Smart Meter lässt sich so eine vollständige Null-Einspeisung realisieren, sodass der selbst erzeugte Strom maximal effizient genutzt werden kann.
Für Nutzer dynamischer Stromtarife bietet der KI-Modus „Anker Intelligence“ eine interessante Steuerungsoption. Die KI analysiert Produktionskapazitäten, Verbrauchsverhalten und Wetterprognosen, um die Stromproduktion vorherzusagen. So erkennt das System etwa, wenn am Folgetag mit wenig Sonnenstrom zu rechnen ist, und lädt den Akku in der Nacht gegebenenfalls mit günstigem Stromtarif vor.
Fazit
Die Anker Solarbank 3 E2700 Pro überzeugt als durchdachtes, leistungsstarkes und benutzerfreundliches Balkonkraftwerk. Sie eignet sich ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene, die ihren Stromverbrauch optimieren und nachhaltiger gestalten möchten. Die hohe Flexibilität, smarte Steuerung und solide Leistung machen sie zu einer zukunftssicheren Investition – insbesondere für Haushalte, die Wert auf Autarkie und Energieeffizienz legen.
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Link: | |
Allgemein: | |
Preis: | 1299€ |
Maße: | 460 x 254 x 279 mm |
Gewicht: | 29,2 kg |
Max. PV-Eingangsleistung: | 3600 Watt |
Max. AC-Ausgangsleistung: | 2000 Watt |
Akkukapazität: | 2688 Wh |
Erweiterbar bis: | 16 kWh |
Betriebstemperatur: | -20°C - 55°C |
Bewertung: | |
Bedienung & Installation: | 90% |
Leistung & Effizienz: | 95% |
Flexibilität & Erweiterbarkeit | 95% |
Gesamtnote: | Hervorragend 93% |





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