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  • AutorenbildMichael Derbort

Nachhaltig und gesund abnehmen

Es beginnt mit dem hoffnungslos ausgelatschten Begriff „Diät“. Wir kennen das vor allem aus vielen dieser einschlägigen Zeitschriften, die so manche Wunderdiät feilbieten, die in kürzester Zeit einen gewissen Gewichtsverlust versprechen. Aus Erfahrung wissen wir jedoch, dass der berühmte Jo-Jo-Effekt in ähnlich kurzer Zeit kommt.


Wenn wir von einer Diät sprechen, reden wir allerdings von einer dauerhaften gezielten Ernährungsumstellung. So viel zunächst einmal zur Begriffsdefinition. Diese oben genannten Hokuspokus-„Diäten“ haben damit definitiv nichts zu tun.


Ich spreche aus eigener Erfahrung: Auch als Veganer kann ich mich trefflich falsch ernähren. Das Ergebnis lässt sich rasch an der Waage ablesen, die in analoger Form auch mal ganz gerne eine zweite Umdrehung in Angriff nimmt. Es geht also letztlich nur darum, all das wegzulassen oder ganz einfach nur zu reduzieren, was das Wachstum in die Breite begünstigt.


Starthilfe


Da aller Anfang bekanntlich schwer ist, benötigt so mancher Reduktionswillige ein wenig Starthilfe. Wir versuchen, diese hier in Ansätzen zu liefern, häufig genug kommt an dieser Stelle allerdings die Industrie in Spiel. Da dieses Thema quasi eine Lizenz zum Geld drucken ist, gibt es ziemlich viel Unfug auf dem Markt – Produkte, die unter anderem mit Nachhaltigkeit nicht viel zu tun haben.


Im Prinzip ist das sogar recht einfach: Zunächst reduzieren wir erst einmal die (vor allem leeren) Kohlenhydrate. Ein guter Anfang bestünde beispielsweise darin, statt normalen Weißmehlnudeln einfach nur Vollkornnudeln zu verwenden. Darüber hinaus macht die Dosis das Gift – will heißen: weniger ist mehr. Es fällt tatsächlich schwer, sich darauf einzulassen, aber ein drastisch erhöhter Gemüseanteil sättigt auch und stellt den ersten Schritt in die richtige Richtung dar. Ein guter Plan dabei wäre auch, dergleichen nicht schlagartig zu ändern, sondern schrittweise. Utensilien wie eine handelsübliche Küchenwaage erweisen bei solchen Fragen gute Dienste.

Genau genommen wäre dieser Artikel an dieser Stelle bereits zu Ende, denn wer nachhaltig abnehmen möchte, müsste eigentlich nur seine Ernährungsgewohnheiten ändern. Doch wir sind Realisten und wissen, dass es mit diesen paar warmen Worten nicht getan ist. Vielmehr möchten wir zeigen, wie nachhaltig abnehmen möglich sein könnte und welche Möglichkeiten sich dafür anbieten – sowohl ganz natürlich als auch mit Hilfe aus dem Drogeriemarkt. Dabei lassen wir jedoch all die verzehrfertigen Chemiebaukästen außer Acht. Der Begriff „nachhaltig“ ist an dieser Stelle polyfunktional und wir bemühen uns, all den daraus resultierenden Aspekten gerecht zu werden.


Wir entführen Sie an dieser Stelle damit in die Welt der reduzierten Konfektionsgrößen trotz gutem Hunger und zeigen Ihnen, wie nachhaltig Abnehmen funktionieren könnte. Wir wünschen dabei viel Erfolg.


Obst und Gemüse


Die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln, die beim Abnehmen helfen sollen, ist bekanntermaßen ziemlich groß. Allerdings ist es sinnvoller und vor allen Dingen auch nachhaltiger, sich zunächst einmal in der Natur umzusehen, ehe die chemische Keule zum Einsatz kommt. Die vielversprechendsten Helfer gibt es nämlich im Gemüseregal Ihres Supermarktes oder sie wachsen idealerweise in Ihrem Schrebergarten.

Wir beginnen mit einem wirklich unterschätzten Gemüse, nämlich dem Grünkohl. Er ist meist preiswert zu haben und wächst vor allem in der Wintersaison, in der es mit heimischem Gemüse eher mager aussieht. Grünkohl hat viele Vitamine und wenig Kalorien. Entgegen anderslautender Gerüchte lässt er sich auch sehr schmackhaft zubereiten.


Was auch immer verfügbar ist, sind Möhren oder auch Karotten. Reich an Vitaminen und Ballaststoffen lassen sie sich roh oder gekocht verzehren, eignen sich für Gemüse, Eintöpfe und vielem mehr. Die Möglichkeiten der Zubereitung sind vielfältig und das orangefarbene Gemüse wertet viele werten viele Gerichte auf.


Popeye futterte Spinat dosenweise, so stark wie in der Zeichentrickserie wird allerdings niemand. Dennoch ist er ein sehr vielseitiges Gemüse, das sich unter anderem auch als Smoothie zubereiten lässt. Sein großer Vorteil ist außerdem, dass er lange satt hält.


Ähnlich lange sättigend ist Kohlrabi – vor allem dank seiner vielen Ballaststoffe. Also ist es sicherlich kein Fehler, auch hier die eine oder andere Knolle dem Kochtopf anheim zu stellen.


Richtig Grund zum Jubeln haben wir schlussendlich im Sommer: Zwar stets nur für eine kurze Zeit erhältlich aber dann umso begeisterungswürdiger ist Spargel. Das Supergemüse ist nicht nur eine wahre Delikatesse, sondern wirkt entwässernd und regt zudem die Verdauung an.


Alleine diese wenigen Vitaminspender tragen dazu bei, sich deutlich bewusster zu ernähren. Es gibt darüber hinaus noch sehr viel mehr Beispiele, aber noch mehr aufzuführen, würde den gegebenen Rahmen sprengen und außerdem hinterlassen viele Gemüsesorten einen gigantischen CO2-Fußabdruck, da sie nicht heimisch wachsen und folglich importiert werden müssen.


Neben dem Gemüse gibt es außerdem noch unzählige Obstsorten, die wir in diesem Sinne auf unseren Speiseplan setzen können. So enthalten 100 Gramm Äpfel beispielsweise nur 55 Kalorien und die vielen Ballaststoffe fördern die Verdauung. Gleiches gilt übrigens auch für Birnen.


Besonders leckere Abnehmhelfer sind überdies Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Sie sind dazu noch reich an Nährstoffen und Vitaminen.


Ungeahnte Helfer


Unterstützung beim Abnehmen kommt übrigens auch von völlig ungeahnter Seite. So gehören Hülsenfrüchte zwar durchaus zu den eher gesunden Lebensmitteln, aber in diesem Zusammenhang hat nicht jeder etwa Linsen oder Erbsen auf dem Radar. Dennoch machen sie lange satt und regen die Verdauung an.


Darüber hinaus gibt es noch die sogenannten Pseudogetreidesorten, zu denen etwa Amaranth, Quinoa oder Buchweizen gehören.


Sehr reich an Kalorien, aber trotzdem sehr gut geeignet, sind Walnüsse. Sie quellen im Magen noch nach und sorgen damit für einen nachhaltigen Sättigungseffekt. Ebenfalls für diese heimische Nusssorte spricht der hohe Eiweißgehalt. Wer die Vorteile dieser Zutaten gebündelt nutzen möchte, der suche einmal im Internet nach dem Rezept für Lobio – ein kaukasischer Eintopf aus Bohnen und Walnüssen.

Wenn wir ein wenig den Pfad der Nachhaltigkeit verlassen, kommt noch ein anderer Kandidat infrage: Kaffee. Er kurbelt unter anderem die Verdauung und den Stoffwechsel an. Wer auf das schwarze Gold nicht verzichten mag, der achte doch bitte beim Kauf auf das Fairtrade-Siegel.


Maß und Ziel


Was wir oben aufgeführt haben, war nur eine kleine Auswahl an natürlichen Helfern beim Abnehmen gewesen. Keinesfalls damit verknüpft werden soll die Forderung, sich ausschließlich nur noch davon zu ernähren. Vielmehr handelt es sich hierbei um Anregungen, wie sich durch eine gezielte Auswahl an Zutaten ein gewisser Effekt erzielen lassen kann, ehe auf andere Hilfsmittel zurückgegriffen wird. Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang, dass es sich bei einer Diät um eine bewusste Ernährungsumstellung handelt – und zwar dauerhaft. Wir haben es oben bereits erwähnt und betonen es an dieser Stelle erneut. Daher wäre es völlig kontraproduktiv, wenn dergleichen aus falsch verstandener Akribie Essen zu einer eher freudlosen Nahrungsaufnahme verkommt. Wichtig ist also, bei solchen Überlegungen die goldene Mitte zu suchen.


Abnehmen mit System


Bis jetzt haben wir uns dem Thema „Abnehmen“ über Muttis Rübenacker genähert. Diese Methode verspricht zwar eine dauerhafte Lösung, ist für sich alleine genommen für viele vielleicht nicht ausreichend.


Für alle, die es ein wenig schneller haben möchten, bietet die Industrie natürlich unzählige Produkte. Wer durch die Drogerieabteilung eines Supermarktes läuft, bekommt eine ungefähre Vorstellung von der Auswahl.


Nachhaltig ist davon allerdings nur wenig. Meistens handelt es sich dabei um Nahrungsergänzungsmittel, Drinks mit Quellstoffen, die ein Sättigungsgefühl simulieren sollen und einiges mehr. Meist ist dabei reichlich Chemie im Spiel und ist ernährungsphysiologisch mitunter auch eher fragwürdig.


Es geht allerdings auch anders. Ein Beispiel hierfür ist der Hersteller Salus, der übrigens erst kürzlich mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Neben unzähligen natürlichen Lebensmittelergänzungen bietet das Unternehmen aus Bruckmühl ausgewogene Sets zum Abnehmen an.

Die angebotenen Schlankheitskuren bestehen aus mehreren Säften und einem Kurplan. Ziel ist, täglich nur 1.000 bis 1.200 Kalorien zu sich zu nehmen. Durch die Säfte wird das Hungergefühl etwas gebremst, zusätzliche sportliche Aktivitäten beschleunigen den Prozess. Die Packung mit der 10-Tage-Kur kostet knapp 60 Euro und befindet sich preislich nicht weit von all den Wunderpillen, die es sonst zu kaufen gibt, entfernt.


Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass wir es auch hier vorwiegend mit natürlichen Zutaten zu tun haben. Es muss sicherlich nicht erwähnt werden, dass solche Kuren keine Wunder vollbringen können – vielmehr unterstützen sie den Anwender dabei, überhaupt erst einmal einen Anfang zu machen. Grundlegende Änderungen im Essverhalten wie oben beschrieben bleiben daher nicht erspart. Allerdings verspricht die hier federführende Firma Schoenenberger, die ihrerseits ein Teil der Salus-Gruppe ist, dergleichen auch nicht.


Vorbild


Zu dem gegebenen Thema mit der Grundprämisse der Nachhaltigkeit fügt sich die Firmenpolitik der Salus-Gruppe nahtlos ein. Über die annähernd 1.000 Tonnen an Rohstoffen, die jährlich verarbeitet werden, wacht der Hersteller mit Argusaugen. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind ebenso tabu wie Zusatzstoffe, die nicht natürlichen Ursprungs sind.


Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über einen Farmbetrieb in Chile, in dem mehr als 200 Heilpflanzen angebaut werden, da diese nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl hierzulande nicht mehr zur Weiterverarbeitung infrage kommen. Aufgrund der gegebenen Entfernung werfen wir einen kritischen Blick auf die daraus resultierende CO2-Bilanz, bescheinigen in der Summe allerdings ein vorbildliches Nachhaltigkeitskonzept.


Das große Fazit


Dieses Thema ist riesig und kann in dem gegebenen Rahmen gar nicht umfassend abgearbeitet werden. Nicht umsonst existieren auf dem Buchmarkt unzählige Bücher rund um dieses Thema. Verkürzen wir das Thema auf die Formel, darauf zu achten, was wir alles zu uns nehmen, wäre alles sehr einfach. Das dies in der Praxis nicht gerade leicht umzusetzen ist, muss nicht gesondert erläutert werden. Das ist der Punkt, an dem fragwürdige Diäten ansetzen oder aber auch Hilfsmittel zum Abnehmen seitens der Industrie angeboten werden. Diese sind, wie wir am obigen Beispiel erkennen können nicht unbedingt schlecht, die Verwendung setzt allerdings einen kritischen Blick voraus. Womöglich greifen wir das Thema in der kommenden Zeit erneut auf und beleuchten es nochmals aus anderen Blickwinkeln. Darüber lässt sich noch lange trefflich berichten.











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