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  • AutorenbildPhilipp Lumetsberger

Im Test: ÖKO-Handyhüllen

Handyhüllen sind mehr als nur ein schönes Accessoire für Ihr Smartphone. Sie schützen den alltäglichen Begleiter vor Schmutz, Kratzern und sonstigen Beschädigungen. Solche Schutzutensilien für Mobiltelefone gibt es allerdings gefühlt wie Sand am Meer. Am Markt tummeln sich zahlreiche namhafte, aber auch hierzulande kaum bekannte Hersteller. Hierbei den Überblick zu behalten, ist ein Ding der Unmöglichkeit.


Das Material ist entscheidend


Grundsätzlich sind Smartphonehüllen aus Silikon, Polycarbonat oder thermoplastischem Polyurethan gefertigt. Vereinzelt findet man auch Modelle aus Kunstleder oder echtem Leder. Alle aus diesen Materialien gefertigten Schutzutensilien haben somit eins gemeinsam: Sie sind alles andere als umweltfreundlich. Glücklicherweise gibt es mittlerweile einige Hersteller, die sich das Thema Nachhaltigkeit groß auf die Fahne geschrieben haben und ihre Handyhüllen aus recycelten oder biologisch abbaubaren Materialien fertigen.


Außerdem wird bei umweltfreundlichen Schutzhüllen auf den Einsatz von künstlichen Kleb- oder Verbundstoffen tunlichst verzichtet. Denn schließlich sollten solche Hüllen aus biologischen Materialen auch tatsächlich zur Gänze biologisch abbaubar sein. Darüber hinaus verzichten diese Hersteller der Umwelt zuliebe bewusst auf unnötige Plastikverpackungen. Die Hüllen kommen in den meisten Fällen in einer vollständig recycelbaren Verpackung beim Kunden an.


1. Plastikmüll aus dem Meer Handyhüllen aus recyceltem Kunststoff sind zwar nicht biologisch abbaubar, dennoch sind sie nachhaltiger als klassische Schutzhüllen. Der Grund ist simpel: Statt neuem Plastik wird schlichtweg altes Plastik wiederverwendet. Bei der Produktion wird in den meisten Fällen auf Plastik zurückgegriffen, welches aus den Meeren gefischt wird.


2. Bio-Kunststoffe statt Plastik Bio-Kunststoffe bestehen aus unterschiedlichen Rohstoffen. Zum Einsatz kommen beispielsweise Maisstärke, Pflanzenfasern oder auch Weizenstroh. Deshalb sind Hüllen aus diesem Material biologisch abbaubar und kommen gänzlich ohne den Einsatz von nicht erneuerbaren Ressourcen aus.



3. Biologisch abbaubar nach der Nutzung Wenn nachhaltige Handyhüllen ausgedient haben, müssen Sie sich keine Gedanken über eine fachgerechte Entsorgung machen. Diese können ganz einfach auf dem hauseigenen Kompost oder mit dem Grünabfall entsorgt werden. Die Zersetzung erfolgt komplett ohne Rückstände und ohne Mikroplastik zu hinterlassen.


Stetige Weiterentwicklung


Handyhüllen gibt es inzwischen in den unterschiedlichsten Größen, Farben und Designs. Da Smartphones in regelmäßigen Abständen von neuen Modellen abgelöst werden, ersetzen auch neue Hüllen mit angepasstem Design und neuer Technik die alten.


Wir haben uns für Sie durch die Untiefen der angebotenen Schutzhüllen gewühlt und auf den folgenden Seiten nachhaltige Modelle unter die Lupe genommen.

 

Bio-Kunststoff im Trend


Bei nachhaltigen Smartphonehüllen sind die verwendeten Materialen ein essenzieller Faktor. Die einzelnen Hersteller verwenden bei der Produktion unterschiedliche Materialien natürlichen Ursprungs. Sehr häufig kommt der Kunststoff PLA, bestehend aus Pflanzen- oder Maisstärke, zum Einsatz. Manche Hersteller nutzen auch Holz oder Kork für ihre Schutzutensilien.


Darauf haben wir geachtet:


Passform Eines der wohl wichtigsten Kriterien bei Smartphonehüllen. Bei der Bewertung standen folgende Fragen im Vordergrund: Wie leicht bzw. wie schwer lässt sich die Hülle anbringen? Wie gut umschließt sie das Gerät?


Tasten

Lassen sich die Tasten trotz angebrachter Hülle weiterhin problemlos drücken? Verändert sich der Druckpunkt durch die Hülle? Ist mehr Kraftaufwand zum Betätigen der Tasten notwendig?


Material / Verarbeitung

Hierbei wurden die Hüllen von unserer fünfköpfigen Jury einer genauen Sichtprüfung unterzogen. Wie gut ist die Hülle verarbeitet? Sind irgendwelche Makel erkennbar? Außerdem haben wir uns angesehen, aus welchem Material die Schutzutensilien gefertigt sind.


Haptik

Beim Punkt „Haptik“ spielten folgende Faktoren eine Rolle: Wie gut liegt das Smartphone mit der angebrachten Schutzhülle in der Hand? Rutscht das Handy mit der Hülle leichter aus der Hand?


Umwelt-Engagement

Bei diesem Punkt haben wir uns angesehen, ob die jeweiligen Hersteller neben ökologischen Handyhüllen noch zusätzliche Maßnahmen zum Umweltschutz bzw. mit einem gesellschaftlichen Nutzen umsetzen.



Unsere Schutzempfänger Für unseren Test haben zwei Kollegen aus unserer Redaktion ihr iPhone 14 Pro und iPhone 13 mini zur Verfügung gestellt. Die Wahl fiel auf diese beiden Geräte, weil alle untenstehenden Hersteller passende Schutzutensilien in ihrem Portfolio haben. Aber auch für zahlreiche andere aktuelle Smartphones von Samsung, Xiaomi und weiteren namhaften Herstellern haben die einzelnen Marken Handyhüllen in ihrem Sortiment.


Unser Fazit


Das Bielefelder Unternehmen Oceanmata konnte sich mit einem Gesamtergebnis von 92,75 Prozentpunkten und der Note „Hervorragend“ den ersten Platz in unserem Vergleich sichern. Knapp dahinter landet das Produkt der Marke Change mit dem Resultat von 92,25 Prozent auf dem zweiten Platz. Den dritten Rang konnte die nachhaltige Hülle von Greencases erobern. In puncto Passform konnte unsere Jury das biologisch abbaubare Modell von MMORE am meisten überzeugen. Besonders erfreulich ist zudem, dass vier der fünf getesteten Anbieter zusätzliche Maßnahmen für eine bessere Umwelt bzw. eine bessere Gesellschaft setzen.



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