Binden und ölbasiertes Plastik: Zeit, den Zyklus zu überdenken
- Redaktion

- vor 1 Tag
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Herkömmliche Periodenprodukte können nach wie vor erdölbasiertes Plastik und Chemikalien enthalten. Natracare hat sich dazu verpflichtet, genau das Gegenteil zu tun. Anfang der 1980er Jahre fuhr Susie Hewson in Schweden mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause. Auf ihrer täglichen Route kam sie an einem Fluss neben einer Fabrik vorbei, dessen Wasser unnatürliche Farben aufwies. Der Grund waren Chemikalien aus der Zellstoffindustrie, die für die Herstellung von Alltagsprodukten wie Papier, Windeln und natürlich auch Periodenprodukten zum Einsatz kamen. Unter anderem Chlor, das für das Bleichen von Fasern verwendet wurde und dessen Nebenprodukt Dioxin als krebserregend eingestuft wird.
Kurz darauf sah sie eine „World in Action“-Dokumentation, die die schädlichen Auswirkungen genau jener Inhaltsstoffe aufdeckte, die, wie sie später herausfand, auch in ihren eigenen Menstruationsprodukten enthalten waren.
Ihre Reaktion: Sie wollte die Öffentlichkeit informieren und etwas dagegen unternehmen.

Was steckt in manchen herkömmlichen Periodenprodukten? Ölbasiertes Plastik
Natracare führte vor einigen Jahren eine Studie durch, die ergab, dass eine Packung konventioneller Binden rund 36 Gramm Kunststoff auf Erdölbasis enthält. Das entspricht fünf Plastiktüten.
Dieser Kunststoff wird häufig in Periodenprodukten verwendet, weil er saugfähig und wasserdicht ist und für Hersteller kostengünstig produziert werden kann.
Diese Materialien sind jedoch nicht atmungsaktiv. In Binden kann sich dadurch Feuchtigkeit stauen, was den natürlichen pH-Werts der Vulva beeinträchtigt und das Risiko für Reizungen und Infektionen wie bakterielle Vaginose erhöht.
Kunststoff stellt außerdem eine große Herausforderung für die Umwelt dar. Die gleichen Eigenschaften, die ihn so langlebig machen, sind genau der Grund, warum er nicht biologisch abbaubar ist. Stattdessen verbleibt er jahrhundertelang auf Mülldeponien, verschmutzt unsere Ozeane und reichert sich als Mikroplastik in der Umwelt an.

Superabsorbierende Polymere (SAPs)
Superabsorbierende Polymere, kurz SAPs, sind winzige Kügelchen, die aus Chemikalien wie Natriumpolyacrylat hergestellt werden. Sie sind dafür entwickelt, dass sie etwa das 300-fache ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen können.
Wie Kunststoff auf Erdölbasis sind auch SAPs nicht biologisch abbaubar. Sie können Chemikalien in Böden und in Gewässer freisetzen und dadurch Risiken für Menschen, Tiere und Pflanzen darstellen.
PFAS oder „ewige Chemikalien”
PFAS (kurz für Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) sind eine Gruppe von über 10.000 künstlich hergestellten Chemikalien, die wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften eingesetzt werden. Sie werden „ewige Chemikalien“ genannt, weil sie äußerst langlebig sind und nicht natürlich abgebaut werden.

Ihre Verwendung ist vielfältig und reicht von Antihaftbeschichtungen über wetterfeste Textilien bis hin zu auslaufsicheren Barrieren in einigen Menstruationsprodukten.
PFAS können sich in Boden, Wasser, Luft, Tieren und Menschen anreichern und werden mit Hormonstörungen, Fruchtbarkeitsproblemen, Nierenschäden und in einigen Fällen sogar mit Krebs in Verbindung gebracht.
Die Lösung
Kehren wir zu Susie Hewson zurück. Vor über drei Jahrzehnten gründete sie Natracare als aktivistische Initiative, um das Bewusstsein für diese Probleme zu schärfen und eine Lösung zu entwickeln. Was als Reaktion auf Umweltverschmutzung durch giftige Stoffe und mangelnde Transparenz begann, entwickelte sich zu einer globalen Bewegung für nachhaltige und ethische Menstruationsprodukte ohne ölbasiertes Plastik.

Inhaltsstoffe und Transparenz
Natracare verwendet in seinen Produkten nachwachsende Rohstoffe. Das bedeutet, zertifizierte Bio-Baumwolle anstelle synthetischer Fasern und pflanzliche Materialien anstelle von Plastik. Zudem kommen weder Chlor noch Duft- oder Farbstoffe zum Einsatz.
Da es entscheidend ist, was wir an und in unseren Körper lassen, setzt Natracare auf vollständige Transparenz. Die Inhaltsstoffe werden offen kommuniziert, verständlich erklärt und durch unabhängige Standards belegt, darunter der Global Organic Textile Standard (GOTS), Vegan Approved und viele weitere.

1% for the Planet-Partnerschaft
Die Entscheidung für nachhaltige und ethisch unbedenkliche Produkte ist ein Teil des Wandels, die Unterstützung von Umweltaktivismus ein weiterer. Im Rahmen der Initiative „1% for the Planet“ spendet Natracare jährlich 1 % seines Gesamtumsatzes (nicht nur seines Gewinns) an Umwelt- und humanitäre Organisationen. Diese Partnerschaften tragen zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zum Schutz der Artenvielfalt und zur Unterstützung von Gemeinschaften auf der ganzen Welt bei.
Werde Teil des Wandels
Viele herkömmliche Periodenprodukte basieren weiterhin stillschweigend auf ölbasierte Kunststoffe, potenziell schädliche Stoffe und wenig Transparenz.
Doch wir haben eine Wahl. Wir können unseren Zyklus – und den der Produkte, die wir verwenden – bewusster gestalten.

Wir können uns für Marken wie Natracare entscheiden, die den Status quo hinterfragen und bessere Alternativen für die Menstruationsgesundheit und die Umwelt anbieten.
Bist du bereit, Teil des Wandels zu sein? Natracare-Produkte sind in zahlreichen Verkaufsstellen sowie im Onlineshop erhältlich. Mit dem Code WILLKOMMEN10 erhältst du 10 % Rabatt auf deine erste Bestellung.



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