• Philipp Lumetsberger

Kompostieranlage für Zuhause: Die Wurmkiste

Egal ob ein kleiner Snack, ein leckeres Mittagessen oder ein Obstkuchen für den Nachtisch:

Bei jedem Einsatz in der Küche fällt Biomüll an. In den meisten Fällen wird dieser ohne

groß nachzudenken mit dem Restmüll entsorgt. Aufgrund dessen entfällt alleine in den

urbanen Regionen rund ein Drittel des Restmülls auf biologische Küchenabfälle.


Doch anstatt diese unsachgemäß zu entsorgen, lassen sie sich mithilfe der Wurmkiste einfach und umweltschonend kompostieren. Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich bei der aus naturbelassenem Holz gefertigten Kiste um eine Behausung für Kompostwürmer.



Je nach Größe der Kiste leben bis zu 4.000 Würmer in einem solchen Behälter. Sie sind in der Lage, jeden Tag die Hälfte ihres eigenen Körpergewichts zu vertilgen und so die Küchenreste in nährstoffreichen Humus zu verwandeln. Der Humus wiederum eignet sich hervorragend als Dünger für Garten- oder Zimmerpflanzen. Bis dieser allerdings verwendet werden kann, ist eine Portion Geduld notwendig. In etwa sechs Monate ab der Anschaffung dauert es, bis der natürlich produzierte Humus erstmals geerntet werden kann.


Damit die Würmer ihre Aufgabe einwandfrei erfüllen können, dürfen sie ausschließlich mit rohen pflanzlichen Abfällen gefüttert werden. Fleisch, Milchprodukte, Brot, gekochtes Essen oder auch Zitrusfrüchte sollten hingegen nicht in dem Behälter landen.



Die Wurmkiste ist in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich. Sie alle sind äußerst robust und platzsparend konstruiert. Manche Wurmkisten-Modelle sind sogar mit Rollen ausgestattet und können in Kombination mit einem Sitzpolster oder einem gepolsterten Deckel als mobiler Sitzhocker

verwendet werden.


Die Wurmkisten sind bereits ab 139 Euro erhältlich. Sämtliche Kisten werden in Österreich ausschließlich mit Öko-Strom und per Hand gefertigt. Laut Herstellerangaben lassen sich durch die Nutzung einer Wurmkiste außerdem bis zu 65 Kilogramm CO2 pro Jahr einsparen.


David Witzeneder

Die falsche Entsorgung von Bioabfall inspirierte David Witzeneder zur Entwicklung der Wurmkiste. wurmkiste.at