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  • Philipp Lumetsberger

Grüne Mobilfunker im großen Test

Wer seinen ökologischen Fußabdruck dauerhaft senken möchte, kauft seine Lebensmittel im Bioladen, bezieht Ökostrom, lässt vermehrt das Auto stehen und nutzt stattdessen das Fahrrad oder die Öffis. Doch wie sieht es bei unseren Smartphones in puncto Nachhaltigkeit aus? Vermutlich ist das Handy bei vielen Personen der mit Abstand meistgenutzte Gegenstand und deshalb stellt sich unweigerlich die Frage, welche Auswirkungen das Telefonieren und Surfen am Mobiltelefon tatsächlich hat.


Energiehungriger Mobilfunk


Unterwegs mal kurz nach dem richtigen Weg sehen, einen kurzen Gruß an Freunde oder Verwandte senden oder während der Wartezeit auf Bus oder Bahn schnell die neuesten Nachrichten lesen – all das und noch viel mehr erledigen wir mit unserem handlichen Begleiter im Hosentaschenformat.


Doch was wohl den wenigsten bewusst sein dürfte, ist die Tatsache, welche Auswirkungen das mobile Surfen und Telefonieren auf unsere Umwelt hat. Für unsere Mobilfunknutzung sind im Hintergrund ständig Funkmasten und Rechenzentren aktiv, die jede Menge CO2-Emissionen verursachen, Unmengen an Strom verbrauchen und sich in weiterer Folge negativ auf unser Klima auswirken.


Komplexe Tarifsuche


Mittlerweile sind die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch bei den Netzbetreibern und Mobilfunkanbietern in den Fokus gerückt. Unter Schlagworten wie „nachhaltige Tarife“ und „Klimatarife“ sollen die Mobilfunkangebote schließlich klimaverträglich, fair und nachhaltig werden. Allerdings gestaltet sich deren Einordnung schwierig: Denn die bislang noch überschaubare Anzahl an Anbietern definiert Nachhaltigkeit unterschiedlich.


Damit der Mobilfunk tatsächlich als grün angesehen werden kann, setzen die jeweiligen Unternehmen auf den Einsatz von 100 Prozent Ökostrom, die Kompensation von nicht vermeidbaren CO2-Emissionen oder auch auf Spenden an soziale Organisationen.

Darüber hinaus sollten Sie bei der Suche nach einem umweltfreundlichen Handytarif das Thema Datenschutz nicht außer Acht lassen und die Transparenz und Tarifgestaltung der jeweiligen Anbieter genau begutachten.


Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und Mobilfunkanbieter mit grünen Tarifangeboten genauer unter die Lupe genommen.


Wie nachhaltig sind die großen Mobilfunker?

Heute kann es sich kaum mehr Unternehmen erlauben, sich nicht im Bereich Nachhaltigkeit zu engagieren und Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz zu setzen. Die drei großen Mobilfunker in Deutschland bilden dabei keine Ausnahme.


Telekom

Unter dem Label #GreenMagenta hat die Deutsche Telekom ihre Nachhaltigkeits-Bestrebungen zusammengefasst. Zu diesen zählen beispielsweise 100 Prozent Öko-Strom, Ankauf und Aufbereitung alter Handys und recycelte Verpackungen.


Vodafone

Vodafones Umweltstrategie trägt den Namen GigaGreen und umfasst unter anderem die Produktion von eigenem Öko-Strom, die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte sowie den klimaneutralen Brief- und Paketversand.


O2 Telefónica

Telefónica Deutschland plant ab 2025 klimaneutral zu sein. Bis zu diesem Jahr soll auch der Energieverbrauch pro Datenvolumen um 87 % im Vergleich zu 2015 sinken. Durch die Verkleinerung des SIM-Kartenträgers im Jahr 2019 spart das Unternehmen laut eigener Aussage 30 Tonnen Plastik pro Jahr ein.


So testen wir

In der nachfolgenden Tabelle werden jeweils die Felder zur Benotung berücksichtigt, bei denen Sie in der Spalte „Prozent“ einen Wert finden.


In der Kategorie „Tarife“ wurden das Datenvolumen, die Freieinheiten für Telefonie und SMS, die Upload- und Download-Geschwindigkeiten sowie die Bindungsfrist bewertet. Das Ergebnis dieses Teilbereichs fließt zu 55 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Unter der Kategorie „Nachhaltigkeit“, die 35 Prozent der Gesamtnote ausmacht, haben wir vorab fünf Maßnahmen definiert. Im Anschluss daran haben wir uns angesehen, ob und wie viele der jeweiligen Kriterien die Anbieter erfüllen.


Zu guter Letzt hat unsere Redaktion den Webauftritt der einzelnen Unternehmen unter die Lupe genommen und diesen anhand der Punkte „Design“, „Struktur“ und „Tarifübersicht“ bewertet.


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