• Michaela Hocek

Die besten Tipps für ein nachhaltiges Picknick

Wenn uns ein positiver Nebeneffekt der Pandemie einfällt, dann dieser: Outdoor-Treffen sind nach wie vor „en vogue“. So definieren sich die kommenden Wochen als perfekte Saison für Treffen mit Freunden und Familie in Parks, auf Wiesen, an Seen, in der Nähe von Spielplätzen oder auch am Strand. Essen ist dabei meist ein zentrales Entertainment-Element und am allerschönsten ist es, wenn so ein Happening mit möglichst wenig Müll endet. Wir haben „Zero Waste Picknick“-Ideen zusammengestellt, die zeigen, wie das funktionieren kann und Lust machen, den Picknickkorb zu packen und aufzubrechen.


Je nach Ausflugsziel sollte man sich vorab erkundigen, ob es erlaubt ist, sich dort auf Grünflächen niederzulassen. Bei Parks und Wiesen geben oft Schilder Auskunft, ob das Betreten erlaubt oder verboten ist. In Naturschutzgebieten kann man von einem generellen Picknick- und Grillverbot ausgehen, außer es gibt eine ausdrückliche Erlaubnis. Dann sind positiverweise meist auch WC-Anlagen, Mülltonnen und fixe Feuerstellen vorhanden. Ideal wäre es natürlich, wenn das Ziel mit dem Rad, zu Fuß oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann.


Bloß keine Langeweile


Leselektüre, Musikinstrumente, Karten- oder Geschicklichkeitsspiele, Leicht-Hängematte, Slackline,

Malkreide (wer sie selbst aus Modellbaugips, Wasser und Bio-Lebensmittelfarbe macht, weiß ganz genau, was drin ist) und Blumendraht für Schätze, die man in der Umgebung findet, sorgen für ein abwechslungsreiches Picknick.


Unterhaltsam, sinnvoll und garantiert Augen öffnend ist es, eine kurze Plogging-Einheit einzuplanen. So funktioniert’s: Müllsäcke und waschbare Arbeits- oder Gartenhandschuhe mitnehmen und ausschwärmen, um achtlos hinterlassenen Müll einzusammeln. Wer am meisten zurückbringt, hat gewonnen. Das Bücken, Aufheben, Aufrichten und Weiterlaufen ist auch eine nette Bewegungseinheit für alle.


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Kulinarische Tipps für unterwegs


Der Sommer lockt mit Speisenvielfalt aus dem eigenen Garten, Wildkräutern oder frischen Früchten von Streuobstwiesen. Für ein Picknick ist Fingerfood ebenso ideal wie Salate aller Art. Mit Rohkoststicks aus Karotten, Kohlrabi, Paprika und Stangensellerie können Aufstriche ganz ohne zusätzliches Besteck gegessen werden. Sandwiches aus der Bento-Box, dem Wachstuch oder Snackbeutel schmecken besonders gut. Smoothies können zuhause zubereitet werden und in alten Tomatensauce-Flaschen (breite Öffnung für leichtere Reinigung) mitgenommen werden. Selbstgekochter Minztee oder Wasser mit frischen Beeren, Zitronen-, Orangen- oder Gurkenscheiben in Mehrwegflaschen löschen den Durst weit besserals gezuckerte Getränke und sehen schön aus.


5 Tipps zum Wohlfühlen


  1. Wenn der Picknickplatz in der Nähe eines Trinkbrunnens ist, spart man sich viel Schlepperei, kann leergefutterte Gefäße und auch die Hände vor Ort waschen.

  2. Wer seine Trinkflasche mit Wasser füllt und sie vor der Abfahrt in den Tiefkühler legt, kann sie später als Kühlakku verwenden und hat nach dem Schmelzen herrlich kühles Wasser an heißen Tagen.

  3. Bei der Auswahl des Picknickplatzes auf jeden Fall darauf achten, dass auch natürlicher Schatten vorhanden ist. Sonnenhut und -creme nicht vergessen.

  4. Ein Hamamtuch kann als Sitzdecke, Tischtuch, Decke, wenn es kühl wird, mit Stöcken als Windschutz oder „Dach“, wenn die Sonne sticht, verwendet werden.

  5. Zur Abkühlung zwischendurch sind Sprühflaschen mit Rosen- oder Lavendelwasser angenehm. Netter Nebeneffekt: Der Rastplatz wird dezent beduftet.