Aufforstung in China: Grüner Schutzgürtel um die Taklamakan-Wüste

Über vier Jahrzehnte arbeitete China an einem der größten Aufforstungsprojekte der Welt – Ende 2024 wurde das letzte Teilstück geschlossen: Rund um die Taklamakan, die größte Wanderwüste des Landes, spannt sich seither ein durchgehender grüner Gürtel. Statt nackter Dünen prägen heute Schachbrettmuster aus Stroh, Sträuchern und schnell wachsenden Pappeln die Wüstenränder, dahinter wachsen Hecken, Obstgärten und kleine Wäldchen. Die Pflanzungen bremsen Dünen, mildern Staubstürme und schützen Felder im Hinterland. Studien deuten zudem darauf hin, dass die wiederbegrünten Streifen inzwischen mehr Kohlendioxid binden, als ihre Pflege verursacht.

40 Jahre dauerte der Bau des grünen Schutzgürtels rund um die Taklamakan-Wüste im Nordwesten Chinas. Mehr als 3.000 Kilometer Wegstrecke wurden mit Vegetation befestigt, hunderttausende Helfer:innen pflanzten Setzlinge und legten Tropfbewässerung. Auch landesweit verändert sich das Bild: Seit 1978 haben Aufforstungsprogramme rund 66 Milliarden Bäume in den Boden gebracht, der Waldanteil ist von zwölf auf 24 Prozent geklettert. Ohne dauerhafte Pflege würde der Sand jedoch zurückkehren.




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